Glücklicherweise ist die Degeneration unserer Hunde noch nicht so weit fortgeschritten, das sie in einer fremden Umgebung und bei unseren klimatischen Verhältnissen (auch im Winter) durchaus überleben könnten. Kein gesunder Hund erfriert! Nahrung gibt es überall in Form von Aas, Fremdkot, Kompostbewohnern. Der entlaufene Hund ernährt sich auch von selbst erlegten Mäusen, Ratten usw.

Im schlimmsten Fall wird sich der Zwangsselbstversorger auch an größere Wildtiere herantrauen, was dann natürlich fatale Folgen haben kann. Nicht nur, dass ein wildernder Hund einen inakzeptablen Schaden anrichtet und die Jägerschaft ihn dafür nicht unbedingt lieben wird; er kann auch durchaus das Opfer von heimischen, ihm überlegenen Tieren wie z. B. Wildschweinen werden.

Das nächste große Risiko ist der Straßenverkehr. In unseren ausgebauten Straßennetzen ist es mehr als schwierig, unbescholten größere Distanzen zurückzulegen.

Das letzte immer wieder unterschätzte Risiko sind Eisenbahnen. Ein Schnellzug oder ICE ist durchaus in der Lage, einen Sog zu erzeugen, der einen größeren Hund aus weit mehr als zehn Metern Entfernung auf die Gleise zieht.

Generell kann man sagen, dass unsere Hunde auch über eine längere Zeit in der Lage sind, relativ unbeschadet in Freiheit zu überleben. Natürlich ist in der Regel von einem Gewichtsverlust, Zecken – und Flohbefall sowie von oberflächlichen Verletzungen auszugehen. Eine Verhaltensveränderung ist bei einer Rückkehr aus der unfreiwilligen Freiheit nicht unbedingt gegeben. Viele der Hunde fallen nach ihrer Rückkehr wieder in ihr altes Schema und zeigen sich den Rest ihres Lebens unauffällig.

Unabhängig von der Konstitution des entlaufenen Hundes bleibt ein Punkt nicht berechenbar. Der Halter!

Verständlicherweise sind die Besitzer des entlaufenen Hundes einem enormen psychischem Druck ausgeliefert. Sorge um den Hund, evtl. Vorwürfe wegen der Entlaufsituation bringen oftmals die abstrusesten Ideen an den Tag. Ich möchte hier nicht gegen solche Strohhalme wettern, appelliere aber an den gesunden Menschenverstand. Eine gross angelegte Suchaktion mag durchaus schon Erfolg gebracht haben, hat aber in den meisten Fällen ( vor allem bei Angsthunden ) nur das vertreiben des Hundes aus dem Gebiet zur Folge. Der „mentale Suizid“ der Hundehalter, die kaum schlafen, nichts essen und den Alltag vernachlässigen ist in den meisten Fällen nur kontraproduktiv. Wenn es dann zu einer erfolgversprechenden Chance kommt, ist man ausgelaugt oder hysterisch und man verpasst es. Meine Bitte an die Halter: Jeden Schritt überlegen und abwägen. Nicht jede scheinbar gute Idee ist auch umsetzbar. Holen Sie sich mehrere Meinungen ein. Lieber einmal mehr nachfragen als aus dem Bauch heraus alles riskieren. Wenn man den Hund einmal vertrieben hat, wird die Wiederbeschaffung unverhältnismässig schwieriger.

Konditionierung vs. Instinkt

Das viele entlaufene Hunde nicht mehr auf ihre Bezugspersonen hören und auch dass das mit Instinktverhalten zu tun hat, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein.
Ich hab das bereits vor fast 10 Jahren grob angerissen und es wurde / wird immer wieder (mehr oder weniger verändert ) übernommen und veröffentlicht!
Leider gehen dabei die Hintergründe immer mehr verloren und ich möchte etwas genauer erklären, was da überhaupt passiert. Es einfach zu kopieren, heißt nämlich leider nicht, dass man es verstanden hat und es Ratsuchenden entsprechend erklären kann.

Zunächst müssen wir zwischen Instinkt und erlerntem Verhalten ( Konditionierung ) unterscheiden.

Instinkt ist ein nicht kontrolliertes, nicht reflektiertes, „instinktives“ Verhalten eines Lebewesens auf einen Schlüsselreiz. Konrad Lorenz brachte einmal das Beispiel eines Vogels, der nach Futter sucht, dies aber instinktiv aufhört, wenn eine Katze auftaucht.
Er „kann“ gar nicht anders.
Oder das Fluchtverhalten einer potentiellen Beute, welches immer Jagdverhalten beim Beutegreifer hervorruft.
Das ist Instinkt!
Es ist eine ganz einfache Handlung, die ihm das überleben sichert.

Instinkt ist angeboren und UNABHÄNGIG von Erfahrungen!

Er kommt dann zum Vorschein, wenn uns das erlernte Verhalten nicht mehr weiterbringt und ist auf das wesentliche, also das überleben, reduziert.

Dagegen steht die Konditionierung.
Sie ist eine Kombination aus der visuellen, der olfaktorischen und der auditiven Wahrnehmung und Gewöhnung !
D.h. nicht nur wir Menschen und das, was wir unseren Hunden beibringen, sondern auch unsere Stimmen, Geräusche, Gerüche und das Umfeld gehören dazu und prägen unsere Hunde und ihr Verhalten. Das muss auch nicht die Familie, sondern kann auch die Strasse, ein Shelter in Rumänien oder die Straße in Spanien sein. Prägung findet überall statt.
Auf den Menschen bezogen ist das z.B. das Sicherheitsgefühl wenn wir nach einer langen Fahrt in bekanntes Gebiet kommen.
Wir kennen uns aus und fühlen uns wohler. Wenn ein Hund entläuft, verliert er das ganze Paket.
Das erlernte Verhalten hilft nicht weiter und sein Leben ist in Gefahr.
Also „schaltet“ er auf das reduzierte, nur auf überleben ausgelegte Instinktverhalten um.
Dieses beschränkt sich auf die Erfüllung von Grundressourcen wie Wasser, Futter und territoriale Sicherheit.
Wenn wir dann mit unserer durch Stress veränderten Stimme und der Angst ausstrahlenden Körperhaltung vor ihm stehen, dann erkennt er bestenfalls unsere Silhouette.
Alles andere, wie Geruch, Stimme und gewohnte Umgebung stimmt nicht mit dem erlernten überein.
Diese einzelne visuelle Übereinstimmung reicht nicht, um uns wieder zu erkennen.
Wir sind die gleiche Bedrohung wie fremde Menschen auch und er flieht. Ist der Hund gefangen und wieder zu Hause, greift das erlernte ( und komfortablere ) konditionierte Verhalten wieder und der Hund ist wieder „ganz der alte“!
DAS wird immer wieder ganz erstaunt erzählt, ist aber eigentlich ganz normal.

Insofern und deshalb ist es ganz normal und hat nichts mit Bindung zu tun, wenn Hunde in diesen Situationen vor uns weglaufen!

Was zu tun ist:

Panik bringt den Hund nicht zurück. Hier ein Notfallplan!
Tag 1
Als erstes gilt es zu erfahren, in welchem Bereich sich das entlaufene Tier überhaupt aufhält. Wurde es in der Nähe des Entlaufortes gesehen oder entfernt es sich vielleicht stetig vom Entlaufort weg?

Dies kann über Nachfragen bei Spaziergängern, der zuständigen Polizei und vor allen Dingen über großzügig verteilte Suchplakate laufen. Hilfe zur Erstellung von Suchplakaten erhalten Sie bei Tasso (siehe unter LINKS)

Zu verständigen sind:

  • die örtlichen Polizeidienststellen ( Autobahn – und Bahnpolizei haben nicht immer Kontakt zu normalen Polizeidienststellen. Diese bitte separat informieren )
  • die umliegenden Tierheime und Tierschutzvereine
  • Tierärzte
  • Wichtig: Wählen Sie eine Rückrufnummer, unter der Sie ständig erreichbar sind!

Tag 2
Suchplakate mit Foto und Beschreibung des Hundes ( nicht jeder ist ein Hundekenner. Eine Rassebezeichnung ist nicht für jeden eindeutig)  großzügig um den Entlaufort herum verteilen.

Die Telefonliste vom Vortag nochmals abarbeiten.

Zentrale Melderegister wie Haustierregister ( Deutscher Tierschutzbund ), Ifta ( internationales Register) , Tasso informieren.

Wichtig ist jetzt auch ein vernünftiger Kontakt zum Jagdausübungsberechtigten. Dieser respektive seine Erlaubnis ist unabkömmlich bei jeglichen Fangaktionen.

Bei Angsthunden sollte jetzt bereits ein Kontakt mit Fachleuten bestehen. Angsthunde sind schwerer berechenbar als Streuner oder „normale“ Hunde und es ist deutlich schwieriger, diese mit einem Suchhund zu verfolgen. Lassen Sie sich beraten was das beste für Ihren Hund ist.

Für alte, kranke Hunde Hunde mit Leine gilt: Ein Geruchsartikel, der ausschließlich den Geruch des entlaufenen Tieres trägt, sollte in einen Gefrierbeutel gepackt und verschlossen werden.
Beachten Sie auch hier die Bedingungen für den Einsatz eines Suchhundes.

Bundespolizei (zuständig für Bahnunfälle) und Autobahnpolizei – die oftmals keinen oder wenig Kontakt mit den normalen Polizeiinspektionen haben – informieren.
BauhöfeStrassenmeistereien und Tierkliniken abarbeiten um einen eventuellen Unfall zu hinterfragen

Tag 3
Es wird Zeit, dass der Suchhund anrückt.

Die Plakataktion sollte weiträumiger fortgeführt werden.

Orte / Personen mit viel Publikumsverkehr informieren und um Hilfe bitten. Zum Beispiel: Taxifahrer, Postboten, Spaziergänger, Tankstellen, Schulen und alles andere was ebenfalls stärker frequentiert wird.

Telefonliste erneut durchgehen.
Tag 4

Kontakt mit den regionalen Zeitungen und Radiosendern aufnehmen.

Tierheime und Tierschutzvereine persönlich anfahren, da es schon mal sein kann, dass ein Fundhund im Tierheimalltag untergeht und die Angestellten es ohne böse Absicht einfach vergessen haben.

Sehr  hilfreich ist eine ständige und lückenlose Aufzeichnung der Sichtungspunkte – und zeiten.

Dafür eignet sich z.B.  die „Google Maps“ Funktion.

Auf der Google Startseite finden Sie über dem Eingabefenster den „Maps“ Button. Hier können Sie sich ein kostenloses Benutzerkonto downloaden.
Mit den zur Verfügung gestellten Karten und zeichen sollten Sie alle Bewegungen, die Ihr Hund zeigt penibel eintragen.
Wichtig  sind Entlaufpunkt, Entlaufzeit und jede Sichtung mit Datum und Uhrzeit.
Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, eine Zusatzinformation an den jeweiligen Punkten zu hinterlassen wie den Zustand des Hundes oder die Laufrichtung usw.
Oft lässt sich so ein Laufbild erkennen oder man sieht die strategisch sinnvollsten  Plätze für Futterstellen und sonstiges.

Darüber hinaus können Sie diese Eintragungen per E-Mail an uns oder sonstige Beteiligten verschicken und halten somit alle involvierten Personen ständig auf dem laufenden. Aktualisierungen kommen automatisch an , d.h. man muss den Link nur einmal verschicken. Neue Eintragungen werden automatisch beim Empfänger verzeichnet.

Ich empfehle übrigens auch, sich eine Prepaidkarte und ein altes , vielleicht noch vorhandenes Handy für die Suchplakate zu verwenden. Zum einen vergisst das Internet nichts und es ist in der heutigen Zeit nicht immer von Vorteil, wenn die eigene Handy Nummer überall auftaucht und zum zweiten kann man dieses Handy an eine andere Person übergeben, wenn man selber keine Anrufen entgegennehmen kann, aber lückenlos erreichbar sein will.

Wenn ein neuer Hund einzieht, empfehle ich neben der eigentlich selbstverständlichen Doppelsicherung vorsorglich ( natürlich nur, wenn der Hund es zulässt) eine Geruchskopie anzufertigen, um im Falle eines nie auszuschließenden Verlustes einen brauchbaren Geruchsträger für einen eventuell nötigen Suchhund zu haben..
Einfach den Hund ein paar Minuten mit einer neuen! Kompresse abreiben ( gerne auch im Mund- Genital- und Analbereich ) und diese in einen Gefrierbeutel eintüten. Ausserdem bitte die ungefähre Höhe und das Gewicht messen und vermerken, ein aktuelles Foto des Hundes speichern.
Die Fotos und die Angaben aus dem Tierheim oder dem Herkunftsland sind leider oftmals falsch!

Es ist frustrierend, wenn man eine zu kleine Falle im Auto hat oder das angegebene Gewicht so gar nicht der Realität entspricht, da das Narkosemittel z.B. gewichtsabhängig dosiert werden muss.
Wenn man den Hund also nie live gesehen hat und eine völlig falsche Angabe bekommt, gefährdet man die Aktion oder sogar im umgekehrten Fall das Leben des Hundes.

Überwachung und Überprüfung von Futterstellen!

Wenn man einen Hund oder was auch immer fangen will, muss man nicht nur wissen wo er ist, sondern man muß auch gewährleisten, das er regelmäßig an eine von uns ausgewählte Stelle kommt um ihn dort mit Falle oder Narkose fangen zu können.
Dafür ist es in Regel notwendig, Futterstellen einzurichten.
Ich stelle seit 15 Jahren Fallen auf und das hier gibt nur meine Vorgehensweise wider.
Wenn jemand anders agiert, ist das natürlich legitim.
Das hier sind meine eigenen, subjektiven Erfahrungswerte!

Wo sollte eine Futterstelle sein?
Eine gute Futterstelle sollte für den Hund leicht erreichbar sein und ihm genug Schutz bieten, so dass er kommen und gehen kann ohne gesehen zu werden.
Gleichzeitig muss sie aber auch für uns leicht erreichbar sein, falls man mit grossen Lebendfallen anrücken oder zur Distanznarkose ansetzen muss.
Es empfiehlt sich , die Futterstelle in die Nähe von Sträuchern, Schuppen oder sonstigen vorhandenen Geländeveränderungen zu positionieren, um im Bedrafsfall gute Einbaumöglichkeiten für die Falle oder natürliche Tarnung zu haben.

Wie sollte sie aussehen?
Der Untergrund sollte von Blättern und sonstigem befreit werden.
Dann einen breiten Ring aus Sand auf dem Boden ausbreiten.
Der Sandkreis sollte min. 3 cm dick sein und einen Meter im Durchmesser aufweisen.
Aufgrund der Konsistenz eignet sich am besten Spielplatzsand.
In die Mitte dieses Kreises sollte man einen Napf oder sonstigen Behälter stellen. Hunde leeren diesen vor Behälter , während Füchse ihn mitnehmen oder markieren. Um Vögel abzuhalten , kann man ein Stück Alufolie mit einem Stein auf den Napf klemmen . Das ganze dient dazu, um im Sand Abdrücke des Tieres zu erkennen, welches das Futter aufgenommen hat.

Wann sollte man sie einrichten?
Abends einrichten, morgens kontrollieren!
Wenn man morgens Pfotenabdrücke eines Hundes im Sand entdeckt, die von der Größe zum gesuchten Hund passen könnten, ist die Chance, das man den richtigen Hund füttert, mehr als gross .
Es wäre schön ein grosser Zufall das nachts ein ähnlich grosser freilaufender Hund die Futterstelle besucht. Noch besser sind natürlich Wildkameras. Aber die Sandmethode tut es auch.

Wieviel sollte man füttern?
Für mich ist es ganz klar, daß ich dem Hund KEINE Unmengen anbiete.
Ein satter Hund muss kein Risiko eingehen und täglich wiederkommen.
Ein Hund, der weiss, das er seinen größten Hunger stillen kann, schon und er wird deshalb auch nicht anfangen zu wildern. Wildern ist meistens uneffizient. Es verbraucht eine Menge Energie und ist mit Risiken verbunden.
Wenn der größte Hunger ohne Anstrengungen gestillt werden kann, verzichtet man gern auf unnötige Ressourcenverschwendung.
Vor der eigentlichen Sicherung kann man die Menge dann reduzieren, um durch grösseren Hunger ein sicheres auftauchen am Sicherungstag zu gewährleisten.

Was soll man füttern?
Immer wieder lese ich, daß es ordentlich stinken soll
Wozu eigentlich?
Unsere Hunde habe eine hervorragende Nase uns eine gute Futterstelle liegt eh dort, wo er sich sowieso öfter aufhält.
Je mehr es stinkt, desto mehr andere Tiere locke ich an.
ETWAS Trockenfutter ( Rehwild verträgt kein Trockenfutter ), Nudeln, Kartoffeln oder vielleicht einen Hamburger erfüllen ihren Zweck genauso oder besser.
Extremere Sachen nur bei sowieso vorhandenem erhöhtem Futterangebot oder mäkeligen Hunden um die Futterstelle attraktiver zu machen. Wer sollte füttern?
Es ist Unsinn, das immer nur EINE Person füttern sollte. Freilaufende Hunde haben ständig Menschengerüche in der Nase.
Natürlich wird der Hund irgendwann den Geruch des Fütterers erkennen und auf ihn warten, aber das ist ein Konditionierungsprozess, der einige Tage in Anspruch nimmt.
Regelmäßige Uhrzeiten sind für den Hund viel
wichtiger. Ausserdem würde in im Fall dieser „Monokonditionierung“ der Mann mit dem Betäubungsgewehr oder mit der Falle den Hund genauso irritieren.

Häufig stellt sich das Problem, dass man nicht weiss, wie man so eine Futterstelle adäquat überwacht.
Das einfachste Mittel ist der feuchte Sand, den man in einer ausreichenden Dicke und Größe um die Futterstelle herum verteilt. Keinen trockenen Quarzsand verwenden. Die Pfotenabdrücken verlaufen und sind nicht erkennbar.

Natürlich geht es auch technisiert mit sogenannten Fotofallen oder Wildkameras.
Das sind im Prinzip Kameras in wasserdichten Gehäusen mit Bewegungssensoren, die sobald man in den Erfassungsbereich geht, Videos oder Fotos auf eine SD Karte speichern.
Natürlich gibt es qualitative Unterschiede und die Preise bewegen sich von 80 bis mehreren hundert Euro. Das Ergebnis ist bei den preiswerten Kameras in den meisten Fällen ausreichend.

Ein wichtiges Kriterium ist der Blitz bei Dunkelheit.
Hier gibt es den normalen weissen Blitz, den „unsichtbaren“ Infrarotblitz und den wirklich unsichtbaren Schwarzlichtblitz.
Am meisten benutzt wird der Infrarotblitz
Er ist aber NICHT wirklich unsichtbar.
Man sieht ein rosarotes Glimmer bei Auslösung, welches manche Hunde durchaus stört.
Die Kamera sollte also nie in Augenhöhe des Tieres aufgehangen werden, sondern besser von oben herunter. So ist das Risiko, dass das Tier die Auslösung mitbekommt, relativ gering.
Sicherer sind aber natürlich die komplett unsichtbaren Schwarzlichtblitze , die aber dann erst ab dem mittleren Preissegment zu finden sind.

Ab ca. 150 Euro aufwärts gibt es Fotofallen, die optional mit einer SIM Karte versehen werden können und bei Auslösung ein Bild per MMS und/oder Email an eine vorher eingegebene Nummer oder Mailadresse schicken. So ist eine Benachrichtigung und schnelle Befreiung des Tieres aus der Lebendfalle ohne permanente Anwesenheit möglich.
Ob und was im Amateurbereich notwendig ist, muss man selber entscheiden.

Wildkameras sind in einigen Bundesländern nur unter Beachtung von Auflagen und behördlicher Erlaubnis gestattet.
Die Privatsphäre eventuell zufällig aufgezeichneter Personen ist unbedingt zu berücksichtigen und es kann bei Zuwiderhandlung zu Beschlagnahmung und empfindlichen Geldstrafen kommen!

Auch wenn unsere Hunde im Laufe der Jahrhunde immer mehr degenerierten, sind ihnen ihr Instinkt und ihr genetisches Material erhalten geblieben. Ein Hund, der sich in  einer fremden Situation auf fremdem Territorium befindet, begibt sich laut seinen Instinkten in Gefahr. Er sucht Gebiete, in denen seine Grundressourcen befriedigt werden. Das bedeutet er sucht Nahrung, territoriale Sicherheit und eventuell soziale Strukturen zur Arterhaltung.

Er weiß nicht, ob dieses Gebiet in dem er sich befindet besetzt ist, bzw. hat anhand der Markierungen anderer Hunde feststellen müssen, dass er sich in fremdem Revier befindet. Er fühlt sich also in großer Gefahr! Sollte er in besetztem Gebiet sein, ist es möglich, dass seine Anwesenheit nicht erwünscht ist und man ihn vertreiben will. Alle Sinne sind in Alarmbereitschaft und dann bemerkt er, dass er nicht allein ist.

Er hört Schritte, Stimmen, die vielleicht sogar seinen Namen rufen. Womöglich sieht er sogar Menschen, die auf ihn zukommen und ihn greifen wollen. Für ihn ist diese Situation aber nicht die Erlösung, sondern er sieht sich dadurch angegriffen und flieht. 

Er wird sich im schlimmsten Fall immer weiter zurückziehen. Dies kann durchaus auch dann passieren, wenn der eigene Besitzer seinen entlaufenen Hund sieht und ihn anspricht. Es hat nichts mit mangelnder Bindung zu tun, sondern ist ein ganz natürlicher instinktgesteuerter Notfallplan, der auch bis dato völlig unauffällige Hunde zur Flucht bewegt. Oftmals sieht man, das der entlaufene Hund sich immer wieder nähert und dann wieder wegläuft. Es ist ein regelrechter Zwiespalt zwischen Instinkten und Erinnerung. Der Name eines Hundes steht immer in Zusammenhang mit einer Erwartungshaltung wie: Sitz, Platz, komm usw. Diese Erwartung überfordert den sowieso schon gestressten Hund über Gebühr und kann ihn zur Flucht animieren. Das er uns Menschen früher bemerkt als wir ihn, braucht man nicht zu erwähnen. Die Theorie, dass ein Hund in den meisten Fällen an den Entlaufort zurückkehrt, teile ich nur bei wirklichen Streunern und Jägern. Angsthunde zeigen dieses Verhalten meiner Erfahrung nach in der Regel nicht und wenn doch, passiert es meist erst nach mehreren Tagen und man verliert kostbare Zeit.

 
Trieb- und Instinktverhalten.

Wie bereits erwähnt, befinden sich entlaufene Hunde in ein einem „Triebmodus“, d.h. sie verhalten sich -unabhängig von allem erlerntem oder geprägtem Verhalten- rein instinktiv. Trennt man einen 24 Stunden alten Welpen von seiner Mutter und setzt ihn auf eine glatte Fläche, so wird er versuchen in spiralförmigen Kreisen zu ihr zurückzufinden. Da er blind und taub ist, ist das seine einzige Chance, so schnell wie möglich seine Mutter zu erreichen. Würde er geradeaus kriechen, könnte die die falsche Richtung sein und er würde eventuell sterben. Mit den Spiralen deckt er einen größtmöglichen Raum ab.

Das gleiche Verhalten zeigt auch der erwachsene entlaufene Hund. Auch er muss schnellstmöglich seine Grundbedürfnisse wie Essen, Wasser und soziale Sicherheit finden und die Natur hat ihm dieses Instinktverhalten für solche Situationen eingeräumt. Dieses Verhalten zeigt sich bei allen Rassen unabhängig von Geburts- oder Umgebungsumständen.

Für uns bedeutet das, dass wir unter Umständen das Laufverhalten anhand vorheriger Sichtungen des Hundes vorhersehen und ihn im günstigsten Fall „überholen“ können (Etwas anderes ist übrigens bei dem unrühmlichen Ende des Braunbären Bruno auch nicht passiert. Der Jäger hat sich dieses Wissen zunutze gemacht und anhand des Laufbildes gewusst, wo der Bär als nächstes auftaucht) Ein Grund mehr, alle Sichtungen penibel mit Datum und Uhrzeit aufzulisten. „Google Maps“ bietet hier die Gelegenheit, sich ein ( kostenloses ) Benutzerkonto einzurichten, auf dem eine lückenlose Aufzeichnung mit Kommentaren möglich ist.

Die beste Vorgehensweise ist natürlich die Prävention!
Man sollte immer damit rechnen, dass gerade neu ins Haus gekommene Hunde unter extremen Stress stehen können. Neue Umgebung, Menschen, Eindrücke, eventuelle schlimme Erlebnisse in der Vergangenheit oder einfach nur die Gunst der Stunde und schon ist es passiert.
Wir empfehlen daher, den Hund in den ersten Wochen, wenn nicht Monaten ausschliesslich doppelt gesichert UND mit Sicherheitsgeschirr auszuführen. Doppelt gesichert heisst zwei Leinen … eine in den Händen und eine am Körper!
Vorsorglich empfehle ich neben der eigentlich selbstverständlichen Doppelsicherung ( natürlich nur, wenn der Hund es zulässt) eine Geruchskopie anzufertigen, um im Falle eines nie auszuschließenden Verlustes einen brauchbaren Geruchsträger für einen eventuell nötigen Suchhund zu haben..
Einfach den Hund ein paar Minuten mit einer neuen! Kompresse abreiben ( gerne auch im Mund- Genital- und Analbereich ) und diese in einen Gefrierbeutel eintüten. Ausserdem bitte die ungefähre Höhe und das Gewicht messen und vermerken, ein aktuelles Foto des Hundes speichern.

Das mäg übertrieben oder gar albern klingen, aber die Fotos und die Angaben aus dem Tierheim oder dem Herkunftsland sind leider oftmals falsch! Ausserdem ist es kontraproduktiv und frustrierend, wenn man eine zu kleine Falle im Auto hat oder das angegebene Gewicht so gar nicht der Realität entspricht, da das Narkosemittel z.B. gewichtsabhängig dosiert werden muss.
Wenn man den Hund also nie live gesehen hat und eine völlig falsche Angabe bekommt, gefährdet man die Aktion oder sogar im umgekehrten Fall das Leben des Hundes.

Kennt man den weiträumigen Aufenthaltsort des Hundes, gilt es diese Stelle „schön zu füttern“, d.h. man platziert mehrere Futterstellen in unmittelbarer Nähe des Sichtungspunktes.

Um die Futterstelle herum sollte der Boden geglättet und von Blättern und Steinen beseitigt werden. Dann baut man einen großzügigen Kreis mit feinem Sand – alternativ auf trockenem Boden Mehl – um die Futterstelle herum. So kann anhand der Spuren sichergestellt werden, dass man auch einen Hund und keine Katze, einen Fuchs oder sonstiges füttert. Es ist ratsam, verschiedenes Futter anzubieten, auch trockenes Brot sollte enthalten sein. Reines Nassfutter lockt nur unnötig Katzen an. Weiterhin sollte das Futter in einem Napf bereitgestellt werden. Ein Hund wird den Napf leeren, ein Fuchs hingegen nimmt den kompletten Napf mit. Plastikschüsseln oder Alufolie reichen aus.

Die Futtermengen sollten immer  gering (!) ausfallen, da ein satter Angsthund die Gegend nicht täglich besuchen wird und wir kostbare Zeit verlieren könnten. Anfangs sollten Sie immer mehrere Futterstellen einrichten und im Ausschlussverfahren die unberührten Stellen wegfallen lassen.

Die Futterstellen sollten nur zweimal täglich kontrolliert werden, um festzustellen, wann der Hund diese frequentiert. Zu häufige Kontrollen können den Hund nur unnötig nervös machen. Ist man soweit, dass eine Futterstelle angenommen wird, stellen wir an diesen Platz eine dem Hund angemessene Lebendfalle. Zur Zeit stehen 6 Fallen zur Verfügung. Die Größen reichen von 80 cm bis vier Meter Länge, sind selbstverständlich selbstauslösend ( über Wippen oder Lichtschranke je nach Bedarf) und für das Tier ohne Verletzungsrisiko !

Gerade im Bereich der Sicherheit der Fallen sind uns in den letzten Jahren oftmals Geräte gezeigt worden, die mehr einer Guillotine ähnelten. Ich persönlich bin der Ansicht, das der Eingang einer Lebendfalle mindestens 20% höher als der Hund sein sollte. Ein Hund , der bedingt durch eine zu kleine Falle  negative Erfahrungen gemacht hat, wird sich kein zweites Mal auf dieses Risiko einlassen. Ausserdem kann es zu erheblichen Verletzungen im Rückenbereich oder zu Teilamputationen der Rute kommen.

Optional können wir unsere Fallen mit Alarmanlagen versehen, die bei Auslösung ein Signal an eine vorher eingegebene Telefonnummer senden und somit eine ständige Anwesenheit nicht notwendig machen und eventuelle Fehlfänge trotzdem schnellstmöglich befreit werden können. 
Das aufstellen von Lebendfallen unterliegt dem Jagdgesetz ( § 23 Bundesjagdgesetz) und bedarf der Genehmigung des jeweils zuständigen Revierinhabers, Jagdausübungsberechtigtem oder gegebenenfalls des Grundstückbesitzers. Es ist also sinnvoll, mit diesen Personen zu kooperieren.
Das aufstellen von Fallen ohne Erlaubnis ist und bleibt eine Straftat!

Distanznarkose

Wenn Tiere in den Straßenverkehr eingreifen oder eine allgemeine Gefahr darstellen und das Aufstellen einer Falle keinen Erfolg verspricht, sind wir berechtigt Tiere unter Berücksichtigung der aktuellen Gesetze und in Zusammenarbeit mit erfahrenen Tierärzten im Umgang mit Betäubungsmitteln via Blasrohr oder Betäubungsgewehr zu sichern. Die Distanz zum Tier sollte dreißig bis vierzig Meter ( je nach Größe des Tieres)  nicht überschreiten, da der Pfeil im Gegensatz zu einer Kugel lange in der Luft bleibt und die Flugbahn bei stärkerem Wind beeinflusst werden kann.Distanznarkose birgt Risiken und darf / sollte nur in ausgeschriebenen Notfällen in Betracht gezogen werden!

Mit modernen Betäubungswaffen, bei denen sich die Aufprallenergie reduzieren und somit sehr genau der Situation anpassen lässt, wird ein Verletzungsrisiko weitestgehend herabgesetzt ! Dies ist bei veralteten Waffen NICHT möglich. Zusätzlich sind unsere Narkosepfeile mit zusätzlichen Aufpralldämpfern ausgestattet und es werden nur situationszugeschnittene Narkosemittel verwendet.

Narkoserisiken bei unterschiedlichen Genotypen.

Es gibt Hundesicherungen, bei denen die Distanznarkose nicht zu vermeiden oder einfach das Mittel zur Wahl ist.
Moderne Präparate sichern eine grosse Dosierungsbandbreite, sind antogonisierbar und belasten den Kreislauf des Tieres nur gering.
Trotzdem sollte man die Risiken nicht ausser acht lassen und als Anbieter im Vorfeld aufklären.
Dies gilt insbesondere für verschiedene Genotypen, die ein über der Norm liegendes Narkoserisiko mit sich bringen.

Ich denke, dass jeder selber entscheiden muss, ob man seinen Hund dem weitestgehend kalkulierbaren Risiko aussetzt oder nicht.
Wir für uns vertreten die Meinung, dass Individualität und Einzelfallentscheidung das bestmögliche Ergebnis liefern!

Viele Hütehunde leiden an an einem genetischen Defekt an der Blut- Hirnschranke, dem sogenannten MDR 1 Defekt.
Vereinfacht ausgedrückt verhindert diese im Regelfall, das Arznei – oder Narkosemittel ungehindert in das Nervensystem eindringen können. Dieses kann bei betroffenen Tieren zu neurotoxischen Reaktionen bis hin zum Tod führen. Die Uniklinik Giessen hat hierüber Langzeitstudien bei 20 000 Hunden aus 50 verschiedenen Rassen in 10 Ländern durchgeführt! 

Windhundartige besitzen deutlich weniger Körperfett als andere Rassen.
Bei der Injektionsnarkose wird das Narkosemittel aber kurzfristig im Körperfett abgespeichert und dann in den Blutkreislauf abgegeben. Bei zu wenig Fett führt dies zu Überdosierungen durch zu kurze Deponierung. Das hat nichts mit Barbituratunverträglichkeit zu tun.
Diese Mittel werden schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt, was aber nichts an der genetischen Prädisposition ändert. 

Molosser sind schon aufgrund ihrer Anatomie, Puls- und Atemfrequenz deutlich narkosempfindlicher. 
Studien ergaben das eine Dosis von 1/6 bis 1/2 der dem Gewicht entsprechenden Menge ausreichen um Tiefschlaf zu erreichen. Alleine schon diese Bandbreite sollte ausreichen, um skeptisch zu sein. Da die Wirkung aufgrund des vielen losen Bindegewebes manchmal nur sehr zögerlich eintritt, neigt man im schlimmsten Fall zu Nachdosierungen.

In Tierarztpraxen tauchen diese Probleme aufgrund der ständigen Überwachungs – und verschiedener Narkosemöglichkeiten glücklicherweise nur sehr selten auf und man kann im Fall der Fälle Gegenmassnahmen treffen. In der Distanznarkose sind die Mittel natürlich deutlich begrenzter. Nichtsdestrotz hätten schon viele Hunde ihren Ausflug ohne die Sicherung via Distanznarkose wohl nicht überlebt.  

Suchhunde

Simpel ausgedrückt, verliert jedes warmblütige Lebewesen ständig Hautschuppen, die den Körper entlang nach oben steigen und von dort aus auf den Boden sinken. Diese Hautschuppen werden nun von Bodenbakterien zersetzt und bilden eine Art Geruchswolke die über längere Zeit wie ein Faden hinter uns hergezogen wird. Diese Spur ist bei jedem Warmblüter einzigartig und kann von speziell auf diese Arbeit ausgebildeten Hundenwahrgenommen werden. 

In letzter Zeit schießen Suchhunde wie Pilze aus dem Boden und man sollte sich bei den Hundeführern über Art und Dauer der Ausbildung erkundigen.  Eine vernünftige Ausbildung dauert mindestens zwei Jahre. Ein guter Pettrailer wird sie zuerst über die Risiken und erst dann über die Chancen informieren.  Mir ist schon zu oft gesagt worden, das ein Suchhund da war und irgendwelche Behauptungen aufgestellt wurden, weil der Hund die Spur verloren hatIch ärgere mich sehr über so etwas, stellt es nicht nur das Pettrailing in Frage sondern es wird schlicht und einfach versucht, die eigene Inkompetenz mit wirren Theorien zu vertuschen. Fragen Sie explizit nach Erfolgen, die der Hund gehabt hat. Lassen Sie sich nicht mit Geschichten über festgestellte Laufrichtungen, aufgespürte Schlafplätze und nicht nachweisbaren Theorien nach einer Suche abspeisen.
Hinterfragen Sie Ausbildungszeit und Ausbilder. Lassen Sie sich nicht mit ominösen Zertifizierungen oder Prüfungen abspeisen. Es gibt keine einheitliche und neutral Prüfungsordnung in Deutschland. Lassen Sie sich den Ablauf und auch die Suche selber erklären. Begleiten Sie die Suche und stellen Sie Fragen. Es geht um IHR Tier! 

Prinzipiell ist jeder Hund geeignet, wobei natürlich der Bloodhound, Schweißhunde und Hunde, die rassespezifisch die meiste Nasenveranlagung mitbringen, auch die besten Ergebnisse zeigen. Bei einer erforderlichen Nachsuche sind wir in der Lage, mit unserer Spinone Italiano Hündin „Shania“ und den Bloodhounds „Schnösel“ ( 5 Jahre )  und „Winston“ (3 Jahre ),die auf das Aufspüren des Individualgeruchs ausgebildet sind, die Spur des entlaufenen Tieres aufzunehmen. Dafür benötigen wir einen Geruchsträger (Halsband, Decke, Spielzeug usw.) der nach Möglichkeit ausschließlich Kontakt mit dem zu suchenden Tier hatte. Diesen sollte man in einen geruchsneutralen Gefrierbeutel packen und verschließen. Mülltüten und Einkaufstüten eignen sich aufgrund eventueller Parfümierung nicht. Ist der Geruchsträger zu groß, reicht es ein Stück abzuschneiden oder den Artikel ein paar Minuten mit einer angefeuchteten sterilen Wundkompresse abzureiben und diese einzupacken. Prinzipiell reicht auch ein Blutfleck, Urin oder Kot. Weiterhin brauchen wir einen Punkt an dem sich der Hund definitiv aufgehalten hat. Dies kann ein Sichtungspunkt sein oder auch die Wohnung der Tierbesitzer. Eine Nachsuche ist auch nach mehreren Tagen noch sinnvoll, setzt aber voraus, dass das Tier sich nicht seit dieser Zeit ununterbrochen fortbewegt hat. Man kann sich wohl einfach vorstellen, dass es nicht möglich ist, einen Hund, der seit drei Tagen ununterbrochen läuft, einzuholen. Ein solcher Vorsprung ist nicht aufzuholen. Grundsätzlich ist also die frische Spur die Erfolg versprechendste. 

Die Grenzen

Neben zu alten Spuren, schlechten Wetter- und Bodenverhältnissen gibt es noch eine weitere Einschränkung.
Der Hund kann nicht einfangen!
Es macht keinen Sinn, einen Suchhund auf die Spur eines komplett freilaufenden  Angsthundes anzusetzen und dabei zu riskieren, das man den zu suchenden Hund vor sich hertreibt.

Leider wird auch immer wieder behauptet, der Suchhund hätte einen Schlafplatz aufgetan. Zum einen haben Hunde immer mehrere Schlafplätze und zum zweiten ist der gefundene in dem Moment in dem wir ihn kontaminieren für den entlaufenen Hund nicht mehr sicher genug.
Deshalb: Hunde, die ohne Leine oder sonstigen Dingen – an denen sie festhängen können –  unterwegs sind, bemerken uns meistens früher als wir sie und verlagern gegebenenfalls ihren Standort.
Deshalb sollte man den Einsatz eines Suchhundes genau überdenken. Der unüberlegte Einsatz macht mehr zunichte als man glauben mag.

Gerne stehen wir Behörden und Tierheimen bei Räumungen und Sicherstellungen zur Verfügung.
Im Bereich der technischen Tierortung verfügen wir über hochwertige Drohnen und Wärmebildtechnik, um z. B. vermisste Tiere in schwer zugänglichen oder unübersichtlichen Bereichen aufzuspüren. Vervollständigt wird das Equipment durch Tarnzelte, Fangstangen,
Netze, Nachtsichtgeräte, Wildkameras usw.
Tierheimen, Vereinen und sonstigen Einrichtungen bieten wir Seminare zum Thema:
Prävention und Vermeidung, Verhaltensweisen von entlaufenen Tieren
und Möglichkeiten zur Wiederbeschaffung an.

Hallo Airedalefreunde,

hier mal ein paar Tipps, was man tun kann, wenn ein Hund entlaufen ist.

Was kann man vorher tun?

– Tier kennzeichnen (Chip) und diese Kennzeichnung auch bei den einschlägigen Organisationen registrieren lassen. Z.B: Tasso , Deutsches Haustierregister , Petmaxx (international)

– Ein Halsband zum Anleinen verwenden, aus dem der Hund sich nicht befreien kann, wenn er an der Leine rückwärts springt. Vielleicht auch eines in Jagdhundoptik und mit der eigenen Telefonnummer.

– Geruchsartikel vom Hund nehmen und einfrieren.

Sofortmaßnahmen:

– Bei der Absuche des Gebiets nicht nur die Richtung berücksichtigen in welcher der Hund verschwunden ist. Wenn möglich kreisförmig absuchen. Manchmal umlaufen die Hunde ihre Menschen und werden dann nicht weit von der Entlaufstelle in entgegengesetzter Richtung aufgefunden.

– Hundedecke, Kleidungsstück o.ä. an der Abgangsstelle liegen lassen, vielleicht findet sich der Hund während der Suche ein.

– Wenn möglich das Auto an der Entlaufstelle parken. Hunde, die damit immer Gassi fahren, kennen ihr Auto und warten evtl. dort auf Herrchen.

– Förster und/oder Jäger informieren, damit der Hund nicht als wildernd erschossen wird. Es gibt auch nette hilfsbereite Jäger oder Förster die sich sogar an der Suche beteiligen.

Ewas später, nach dem Entlaufen (unter Angabe einer Rückrufnummer, unter der man immer erreichbar ist) möglichst schnell verständigen:

– Die örtliche Polzeidienststelle (evt. auch Bahn- und Autobahnpolizei informieren)

– Die umliegenden Tierheime und Tierärzte

– Suchplakate mit Foto und Beschreibung des Hundes drucken und aushängen.

– Falls man nicht schon vorher getan hat: Geruchsartikel (Halsband Haarbürste oä.) nehmen und eintüten.

– Oben genannte Meldedienste wie Tasso usw. informieren

– Bauhöfe, Straßenmeistereien, Feuerwehren, Ordnungsämter der Städte und Tierkliniken abarbeiten. Sind Unfälle gemeldet oder Tiere eingeliefert worden? Rufnummer zwecks Rückruf hinterlassen.

– Gemeldete Sichtungen mit genauer Orts- und Zeitangabe evt. Laufrichtung des Hundes festhalten…in Karte oder Google-Maps eintragen.

Am zweiten, dritten Tag des Verschwindens:

– Lokalradiosender und regionale Zeitungen informieren.

– Jetzt wird es auch langsam Zeit Suchhunde (Pettrailer) anzufordern. Z.B. über http://www.hundentlaufen.de

– Vielleicht später auch noch Tierheime, Tierschutzvereine ec. persönlich anfahren, im Trubel kann schon mal ein Tier ohne böse Absicht „übersehen“ werden.

Hund entlaufen! Was nun?

Das Wichtigste in einer solchen Situation ist Ruhe bewahren – überstürzte Handlungen sind meist der falsche Weg! Natürlich überkommt einen als Halter Panik, doch diese nützt dem Tier nicht! 

Entfernt sich ein Hund aus dem Einwirkungsbereich des Besitzers, muss er noch nicht entlaufen sein. In vielen Fällen hat er vielleicht nur die Spur eines anderen Tieres aufgenommen oder ist im Spiel mit seinen vierbeinigen Kumpeln außer Sicht geraten.
Hier muss man selbstverständlich berücksichtigen, wie der Hund in den verschiedenen Situationen „normal“ reagiert, um abschätzen zu können, ob er von alleine wieder zurückfindet! Manche Hunde nutzen so eine Situation um die Gegend mal etwas genauer zu erkunden, andere hingegen reagieren verunsichert, wenn sie merken, dass die Halter nicht mehr im Sichtfeld sind. Findet sich der Hund nicht innerhalb einer entsprechend angemessenen Zeit wieder ein, oder ist er in einer ihm völlig fremden Umgebung entlaufen, so gehen Sie wie folgt vor:

Informieren Sie folgende Stellen: (Es ist sinnvoll sich diese Nummern herauszusuchen bevor eine solche Situation eintritt, um sie nicht erst herausfinden zu müssen!)

  • örtliche Polizeidienststelle
  • Tierheim / Tierschutzverein
  • Tierärzte in der Umgebung
  • gegebenenfalls den zuständigen Jagdpächter
  • gegebenenfalls die zuständige Autobahnpolizei / Deutsche Bahn bzw. Bundespolizei
  • in manchen Städten / Gemeinden ist es auch sinnvoll das Bürgerbüro / Fundbüro zu informieren
  • melden sie das Tier bei den Haustiermelderegistern als vermisst

Außerdem sollten sie auch die Straßenmeistereien, Tierkliniken und Bauhöfe der jeweiligen Gemeinde / des Kreises anrufen um einen evtl. Fund des Tieres abzuklären.

Denken Sie unbedingt daran, eine Telefonnummer anzugeben, unter der Sie auch wirklich erreichbar sind!

Sollte sich der Hund nicht innerhalb weniger Stunden wieder eingefunden haben, hier noch weitere Tipps:
Was kann man sonst tun?

Bedenken Sie, dass Ihr Hund in einer für ihn sehr stressigen Situation ist. Vermeiden Sie nach Möglichkeit „Fangaktionen“ mit einer größeren Gruppe Menschen, dies könnte dazu führen, dass der Hund aus dem Gebiet Reißaus nimmt, da er die Lage für sich als gefährlich einstufen könnte! Befragen Sie Fußgänger, andere Hundehalter und Radfahrer in dem Gebiet, wo Ihr Hund abhanden gekommen ist!
Fertigen Sie Suchplakate an (Das Haustierregister TASSO stellt Ihnen diese kostenfrei zur Verfügung, sie erhalten diese in der Regel innerhalb weniger Tage!) und hängen sie diese in dem Gebiet aus, wo der Hund verschwunden ist. Nehmen sie ein möglichst aktuelles Bild des Hundes und setzen es dazu, denn viele Leute können mit Rasse-Namen nicht immer etwas anfangen – auch Farbbeschreibungen wie „merle“ sollten unterbleiben, da diese auch nur von anderen Hundehaltern einzuordnen sind. Ebenso ist es sinnvoll, Plakate in Geschäften auszuhängen, die viel „Laufkundschaft“ (Tierärzte, Supermärkte, Tankstellen, Postämter) haben. 
Werden Sichtungen des Tieres gemeldet, so notieren Sie Sich unbedingt den genauen Ort, sowie Datum und Uhrzeit. Dies ist sehr hilfreich um das Gebiet, welches das Tier aufsucht, einzugrenzen und Futterstellen einzurichten.

Am nächsten Tag:

  1. Packen sie ein Spielzeug oder eine Decke Ihres Tieres in eine verschlossene Plastiktüte um den Geruch für einen eventuellen Einsatz eines Suchhundes zu sichern!
  2. Rufen sie noch einmal die telefonisch informierten Stellen vom Vortag an!
  3. Fahren sie zu den Tierheimen in der Umgebung und schauen sich die Fundtiere an – manchmal wird dort im Alltagsstress schon mal ein Merkmal des Tieres überlesen oder eine Suchmeldung ist noch nicht allen Mitarbeitern bekannt!
  4. Befindet sich das Tier weiterhin im Entlauf-Gebiet, richten Sie eine Futterstelle ein, um es auch in diesem Gebiet zu halten!

Spätestens am dritten Tag sollte ein erfahrener Suchhund angefordert werden!!
Befindet sich das entlaufene Tier in einem bestimmten Gebiet, kann man auch den Einsatz einer Falle in Betracht ziehen.

Auch sollten wieder die Stellen abgefragt werden, die bereits informiert wurden.
Dabei sollten diesmal auch Bauhöfe, Straßenmeistereien und Tierkliniken abgefahren werden, um einen Unfall mit dem Tier ausschließen zu können – auch wenn dies ein schwerer Gang ist! 

Plakate sollten etwas weiträumiger ausgehängt werden.

Auch eine Information von regionalen Radiosendern und Zeitungen sollte nun in Betracht gezogen werden – jedoch immer mit dem Hinweis, dass Fangversuche nicht erwünscht sind, um den Hund nicht noch mehr in Panik zu versetzen! Je nach Zustand des Hundes könnte dies sonst dazu führen, dass er das gewohnte Gebiet verlässt und ein Auffinden noch schwieriger wird!

Ihr Hund ist entlaufen – Was ist zu tun?

1.) Auch wenn es schwerfällt, Ruhe bewahren und möglichst lange am Entlaufort bleiben. Viele (nicht alle (!!)) Hunde kehren früher oder später dorthin zurück.Wenn Sie diesen Ort verlassen müssen, dann hinterlassen Sie dort am besten ein nach Ihnen riechendes Kleidungsstück sowie Futter und Wasser und kontrollieren Sie diese Futterstelle die nächsten Tage 1x täglich.

2.) Sollte der Hund eine tiefe und feste Bindung zu einer Person haben, kann es dieser ggf. gelingen den Hund auch noch nach mehreren Tagen wieder zu sich zu locken. Versuchen Sie sich in diesem Fall ruhig (!!) und „normal“ zu verhalten (laufen Sie normal, sprechen Sie normal und laufen Sie eher von dem Hund weg, als auf ihn zu und lassen Sie – falls zur Hand – immer wieder etwas Leckeres fallen…). Jagen oder hetzen Sie den Hund unter gar keinen Umständen. Das endet sehr häufig tragisch!

3.) Fremde Personen sollten solche Anlockversuche besser nicht unternehmen, vor allem dann nicht, wenn Sie beim ersten Versuch merken sollten, dass der Hund Angst hat. Machen Sie dann einfach rasch ein Foto, verständigen Sie – nach Möglichkeit – die Besitzer und bleiben Sie nur mit den Augen an dem Hund dran…

4.) BITTE KEINE SUCHTRUPPS UND KEINE SUCHHUNDE (‼) organisieren, wenn der Hund weder verletzt noch alt (sehr langsam) noch mit Leine entlaufen ist und droht, sich bereits verfangen zu haben. Auch kann ein Suchhund dann Sinn machen, wenn es über Tage hinweg- trotz großräumigem Plakatierens – KEINE Sichtung mehr gab. Nach einem gesunden, mobilen Hund sollte nur in absoluten Ausnahmefällen getrailt werden.
Die Sinnhaftigkeit eines Suchhundeinsatzes bei Ihrem Hund können z.B. mit Frank Weißkirchen besprechen. (Telefonnummer weiter unten)

5.) Bitte melden Sie Ihren Hund möglichst bald auf FB bei folgenden Seiten vermisst, denn im Idealfall sehen die Suchmeldung an die 60.000-70.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet auf einmal:
Hunde-Suchmeldungen“ und „Vermisste Hunde/gefundene Hunde

6.) Alle Tierheime, Tasso und Jäger (im Umkreis von ca. 20 Km) und die Polizeireviere, mit Bundespolizei (zuständig für Bahnunfälle) und ggf. Autobahnpolizei im selben Umkreis informieren.
WICHTIG: Immer wieder abtelefonieren und fragen, ob es Meldungen gab bzw. der Hund bereits gesehen bzw. gesichert wurde…(Kontaktdaten ganz unten)

7.) Flyer herstellen mit Farbfoto des Hundes, kurzer Beschreibung (Farbe, Halsband, Geschirr…). Am besten mit Abrisszetteln mit einer 24 Std. erreichbaren Nr. für Sichtungen.
!!! Wichtig !!!
Bitte auch auf dem Flyer darauf hinweisen, dass die Sichter NUR ANRUFEN SOLLEN und keine eigenmächtigen Einfangversuche machen sollen!! Jeder missglückte Einfangversuch durch Fremde kann tragische Folgen haben.
Diese Flyer sollten sehr zügig möglichst großräumig an allen „Hotspots“ (Hundetoiletten, Waldeingängen, Spazierwege, Bäcker, Post, Metzger, Supermärkten, Kirche, beliebte Kneipen, Marktplatz…) aufgehängt werden, damit Sichtungen kommen…

8.) Wenn Sichtungen eingehen, ist es sehr wichtig, diese auf einer Sichtungskarte einzutragen mit: Datum, Uhrzeit, Ort, Laufrichtung, Zustand des Hundes… Bitte auch immer die Rufnr. des Sichters dazuschreiben, damit ggf. nochmals angerufen werden kann.
Am besten halten Sie dafür immer ein Blatt Papier und einen Stift bereit und schreiben sich obige Informationen sofort auf und tragen sie dann in einem zweiten Schritt in eine Sichtungskarte ein. Diese können Sie z.B. über Google Maps kostenlos online anlegen.

9.) Solange noch kein Laufprofil des Hundes erkennbar ist, sollten an jedem Sichtungsort möglichst an sicheren Stellen Futterstellen eingerichtet werden. In der Hoffnung, dass der Hund zurückkehrt und das Futter findet. Diese Futterstellen müssen täglich kontrolliert und neu befüllt werden. Sollte eine Futterstelle offensichtlich mehrmals leer gefressen worden sein, sollte mit einer Wildbeobachtungskamera (leihbar über uns) überprüft werden, ob die FS tatsächlich von Ihrem Hund oder von einem anderen Tier aufgesucht wurde. Sollten Ihnen keine Kameras zur Verfügung stehen, können Sie auch zunächst einmal ca. 2 cm dick Sand um die FS herum streuen und damit ggf. die Pfotenabdrücke kontrollieren.

10.) Sobald Ihr Hund 2-3 Tage hintereinander auf der Kamera zu sehen war, sollten alle anderen Futterstellen abgebaut werden und Sie sollten beim Tierheim oder bei der Tierrettung eine Lebendfalle organisieren (z.B. über das Tierheim LB, RT, TÜ… oder die Tierrettung Mittlerer Neckar (inklusive Sicherungseinsatz).
Diese Falle wird dann an die Futterstelle gestellt und die Futterstelle in die Lebendfalle hineinverlegt.

❗ Bitte besorgen Sie sich sowohl für das Einrichten der Futterstellen (mit oder ohne Cam) als auch für das Aufstellen der Falle unbedingt eine Genehmigung durch den zuständigen Jagdpächter und/oder Grundstückseigentümer

11.) Danach heißt es, in der Nähe bleiben und sich komplett ruhig zu verhalten. Der Hund darf bei einer Annäherung in keinster Weise angesprochen oder erschreckt werden…
Am besten Sie parken (falls möglich) ihr Auto in der Nähe und beobachten die Falle aus dem geschlossenen Auto heraus.

12.) Ist der Hund in die Falle gegangen, muss er in der Falle verladen werden und mit der Falle in einen 100% sicheren und geschlossenen Raum gebracht werden. Erst dort sollte die Falle geöffnet und der Hund mit einem Sicherheitsgeschirr versehen und angeleihnt werden.
Sollte Ihr Hund über Tage hinweg partout nicht in die Falle gehen, dann kontaktieren Sie bitte Frank Weißkirchen oder Heino Krannich und lassen Sie sich von Ihnen über die dann eventuell sinnvollen, weiteren Maßnahmen beraten! Telefonnr. weiter unten

EINRICHTUNG VON FUTTERSTELLEN:
Als Futter für eine FS eignen sich vor allem in der „heißen Phase“ (wenn die Falle „scharfgestellt wurde) am besten ganz besondere Leckereien, wie: Grüner Pansen, gebratener Speck, gebratenes Hühnchen, Leberwurst… bzw. das, was ihr Hund bereits zuvor über die Maßen gerne gefressen hat. Um eine FS besonders attraktiv zu machen und dem Hund das Auffinden der FS zu erleichtern, sollten entweder Leberwurstwasserspuren oder Pansenwasserspuren gezogen werden.
Nehmen Sie dazu 2x 1,5 L PET-Flaschen und füllen Sie sie zur Hälfte mit warmem Wasser. Nehmen Sie dann eine Leberwurst und geben sie sie je 1/2 in das warme Wasser, schließen Sie den Deckel und schütteln Sie diese „Brühe“ so lange, bis sich die Leberwurst darin komplett aufgelöst hat. Füllen Sie dann die Flasche vollends mit warmem Wasser auf und schüttlen Sie alles nochmals. (Alternativ können Sie auch grünen Pansen 2 Tage in Wasser einweichen und dieses Wasser benutzen oder eine simple Hühnerbrühe kochen und diese benutzen)!

Da manche Hunde – vor allem ehemalige Straßenhunde – das Fressen aus Näpfen nicht gewöhnt sind, empfiehlt es sich die FS direkt auf dem Boden zu machen. Wenn ihr Hund keine Schwierigkeiten mit einem Napf hat, können Sie natürlich auch im Napf füttern. Wenn das Futter an den Sichtungspunkten liegt oder steht, dann nehmen Sie bitte die Brühe (welche auch immer) zur Hand und machen Sie sternförmig in jede Richtung mindestens 50 m Spuren mit dieser Brühe und schließen Sie diesen Stern außenherum nochmals mit einem großen Kreis! Dann machen Sie vom Weg aus eine Spur hin zur FS! Viele Hunde laufen nicht mitten durch das Unterholz, sondern auf den Wegen oder Fuchspfaden. Machen Sie wegen der Gassihunde bitte die FS nicht genau am Weg, sondern nach Möglichkeit etwas abseits! Kennzeichnen Sie die FS an einen Baum mit einem Plakat, auf dem z.B. steht: „Dies ist eine harmlose Futterstelle für einen entlaufenen Hund“ mit Ihrer Tel. Nr., sodass – falls sich ein Gassigänger über das Futter hermacht, der Besitzer beruhigt wird und Sie ggf. kontaktieren kann!

Wir drücken ganz fest die Daumen und wünschen Ihnen und Ihrem Vierbeiner alles Glück dieser Welt
Geben Sie die Hoffnung nicht auf! So lange kein toter Hund gefunden wird, besteht absolut berechtigte Hoffnung, dass Sie Ihren Hund wiederfinden!!!
Und falls Sie noch Fragen haben, melden Sie sich jederzeit gerne auch bei einem unserer Ansprechpartner und wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.

Bzw. kontaktieren Sie EINEN (!!) der beiden einzigen Profis in Deutschland:

Frank Weißkirchen mit rundum Betreuung, d.h. Beratung (Futterstellen usw.), Sicherung mit Lebendfallen, Distanznarkose und Suchhundeinsatz (0163-6945579).
Facebook

oder

Heino Krannich – ausschließlich zum Thema Distanznarkose (0174-2020667)
Facebook

http://www.haustiersuche.at/hund_ist_entlaufen,1,308,2.html

www.hundentlaufen.de

Verhalten eines vermissten Hundes